Beitragsbild Mavic Pro

Tech-Review: DJI Mavic Pro Kamera-Drohne

Banner Mavic Pro Review

Die DJI Mavic Pro ist eine zusammenklappbare Drohne mit 4K-Kamera und einigen technischen Features, die in diesem Größensegment in der Form noch nicht da waren. Der Hersteller verspricht ca. 27 min Flugzeit, bis zu 7 km Reichweite für die Videoübertragung in 1080p und Geschwindigkeiten bis 65 km/h. Wir haben uns das Gerät gegönnt und es ausgiebig getestet.

Wir wissen, dass der Copter bereits seid über einem Jahr auf dem Markt ist – dieses Review erscheint der Vollständigkeit halber, weil wir einige Zubehörteile und Zusatz-Apps hierfür in weiteren Beiträgen reviewen wollen. Außerdem legt dieses Review den Fokus auf ein paar Details, die in anderen Reviews nicht unbedingt erwähnt wurde, so zum Beispiel die Erfahrung mit dem Service von DJI.

Neben den Flugleistungen und der Kamera haben wir auch eine Auge auf Bedienbarkeit und Handling. Obwohl wir einige Erfahrung mit Vorgängermodellen und allgemein mit Hubschrauber-Modellflug haben, versuchen wir auch aus der Sicht eines Fluganfängers eine Bewertung abzugeben.

Mavic Pro Unboxing

Außerdem haben wir uns etwas Zubehör angeschaut und werden auch hier Empfehlungen aussprechen – ebenso möchten wir ein wichtiges Thema bezüglich Versicherung und Flugmöglichkeiten ansprechen.

 

Unboxing

Das Review bezieht sich auf die Standardausführung der Mavic Pro – darüber hinaus sind auch Combo-Set mit etwas mehr Zubehör erhältlich.

DJI CP.PT.000498 Mavic Pro Drohne grau*
DJI - Elektronik
1.149,00 EUR

Zunächst packen wir das Schmuckstück aus,schauen was alles im Lieferumfang enthalten ist und gehen dann im Detail auf die Hauptkomponenten ein.

Packungsinhalt

Mavic Pro PackungsinhaltDer Multikopter kommt in einer schuhschachtelgroßen Box geliefert, die im Gegensatz zur Verpackung einer DJI Phantom überraschen klein ist. Nichtsdestotrotz befinden sich in der Schachtel die Drohne selbst und einiges an Zubehör wie:

  • Fernsteuerung mit integrierter Halterung fürs Smartphone
  • DJI Mavic Pro Intelligent Flight Battery (LiPo 3S mit 3830 mAh)
  • Ladegerät inkl. Stromkabel mit Stecker Typ-C
  • USB auf Micro-USB-Kabel
  • Klappbare Propeller (3x 2 Stück)
  • 3 Verbindungskabel für Smartphone (Lightning, Mini-USB und USB Typ-C)
  • 16GB microSD-Karte (Class 10 / U1) – Bei uns war es eine Lexar 633x
  • Gimbal-Transportsicherung
  • transparente Gimbalabdeckung
  • 4x Schieberahmen zur Kabelführung an der Fernbedienung
  • Quickstart Guide, Sicherheitshinweise für Mavic Pro, Sicherheitshinweise für Intelligent Flight Battery, Liste des Packungsinhalts

 

Die Batterie, Gimbal-Transportsicherung, Gimbalabdeckung und die hinteren Rotoren sind bereits an der Mavic Pro montiert. Die Fernsteuerung hat bereits das Lightning-Kabel vorinstalliert.

Die Mavic Pro

Mavic Pro unboxed

Die Drohne selbst kommt in einem leicht strukturiertem, grauen Gewand aus Industriekunststoff und macht mit ihren 743 Gramm einen wertigen Eindruck. Mit einer Abmessung von 198 mm x 83 mm x 83 mm im zusammengeklappten Zustand ist sie, wenn man bedenkt, was alles an Technik in Ihr steckt, sehr kompakt. Es ist für uns die erste semiprofessionelle Drohne, bei der man sich vorstellen kann sie überall mit hinzunehmen.

Klappt man die Arme und anschließend die Propeller aus, ist die Drohne flugbereit. Der Klappmechanismus soll laut DJI mindestens 5000 Anwendungen standhalten, was über die Lebenszeit ausreichend sein soll. Auch schön: Die Zuleitungen zu den Motoren in den Armen sind mit Gewebeschlauch geschützt.

Dominant ist neben der kardanisch aufgehängten Hauptkamera und dem Akku-Pack, auf die wir später genauer eingehen, die 2 Frontkameras des VISION-Systems und die mit Kühlrippen versehene Unterseite aus Aluminium, in der neben zwei weiteren “Kameras” auch zwei Ultraschallsensoren für das VISION-System integriert sind.

Die Drohne steht auf zwei Stützen an den Auslegern an der Vorderseite sowie kleinen Kunststoff-Füßen am Heck. Auch auf den vorderen Auslegern befinden sich rechts und links LED-Balken, die die Fluglage der Drohne signalisieren. Am Heck befindet sich eine weitere LED-Leuchte, die den aktuellen Flugstatus wiedergibt. Die LEDs sind allgemein auch bei starken Sonnenlicht gut sichtbar. Hinter der Kameraaufhängung befindet sich ein Lüftungsgitter mit einem elektrischen Lüfter dahinter. Da die Mavic Pro bei Betrieb viel Hitze entwickelt, läuft dieser auch ziemlich schnell an.

Die Propeller sind auch ein-klappbar und können mittels Schnellverschluss an- und abgebaut werden. Hierbei sollte man auf die Markierungen auf Motorglocke sowie Propeller achten, da diese nicht gleich sind.

An beiden Seiten ist unter einer Schutzklappe ein Micro-USB-Anschluss bzw. der MicroSD-Kartenslot zusammen mit dem Funktechnologie-Schalter und einem Reset-Knopf verbaut. Es werden SD-Karten mit einer max. Kapazität von 64 GB unterstützt. Diese sollten min. Class 10 bzw. UHS-1 Rating besitzen.

Platinum Edition

Auf der IFA 2017 stellte DJI das Facelift der Mavic Pro vor: Die Platinum Edition. Für ca. 100 € mehr bekommt man die Mavic Pro mit längerer Flugzeit (30 min), neuem Farbdesign und leiserem Betriebsgeräusch (4dB).
Dies wird durch neu gestaltete Rotoren sowie überarbeiteten, sinusförmige Drehzahlregler (ESC).

DJI Mavic Pro Affiliate Link

* Affiliate Link

Die geräuschreduzierenden Rotoren passen jedoch auch auf die normale Mavic Pro – sind jedoch momentan wie zu erwarten vergriffen.

 

Die Fernsteuerung

Zusammen mit der Mavic Pro kommt die Fernsteuerung. Diese enthält typischerweise 2 Sticks, die an der Oberseite geriffelt sind und seitlich gummiert sind. Somit ist sie für Daumen- sowie Daumen/Zeigefinger-Flieger gleichermaßen geeignet. In der Mitte der Steuerung befindet sich ein Display, das die wichtigsten Flug- und Betriebsparameter anzeigt. An der Oberseite sind jeweils Knöpfe zur Foto und Videoaufnahme sowie 2 Einstellräder für Gimbalneigung und des Lichtwerts der Kamera (EV). Auf der Rückseite, die teils gummiert ist befinden sich noch zwei frei belegbare Taster.

DJI Remote

Klappt man die unteren Bügel aus, lässt sich ein Smartphone bis zu einer Länge von 160 mm und Dicke zwischen 6,5 mm und 8,5 mm einspannen. Über ein Kabel an der linken Seite lassen sich Telefone mit Lightning, Micro-USB oder USB Typ-C verbinden. Erst durch das Einsetzen eines Smartphones liegt die Fernsteuerung gut in der Hand.

Die Fernbedienung sendet auf einem Frequenzband von 2,4 Ghz bis 2,483 Ghz. Damit ist eine theoretische Reichweite von 7 km, in Europa jedoch nur 4 km möglich. Der integrierte Akku hat eine Kapazität von 2970mAh und hält bei unseren Testflügen ungefähr 3–4 Flüge durch, bevor er wieder aufgeladen werden muss.

Auch die Fernsteuerung enthält einen kleinen Lüfter, den man über die Lüftungsgitter auf der Oberseite hören kann.

Die Kamera

Herzstück der Mavic Pro ist die Kamera an der Front der Drohne, die über einen Gimbal in drei Achsen stabilisiert wird. Die Kamera hat einen 1/2.3″ CMOS Sensor mit einer effektiven Größe von 12,3 MPixel.

Mavic Pro Camera

Die Linse deckt einen Bereich von 78.8° mit 28 mm ab – das entspricht dem 35 mm Format. Die Blende hat einen festen Wert von f/2.2. Der Fokusbereich reicht von 0,5 m bis ∞. Der ISO-Bereich kann von 100 bis 3200 bei Videoaufnahme, 100 bis 1600 bei Fotoaufnahmen gewählt werden.

Die max. Bildgröße beträgt 4000×3000 Pixel und der elektronische Shutter arbeitet mit einer Geschwindigkeit zwischen 8s – 1/8000 s. Es gibt verschiedene Aufnahmemodi neben der Einzelbildaufnahme – Burst-Shooting mit 3/5/7 Bildern, Belichtungsreihen (AEB) mit 3/5 Aufnahmen mit 0.7 EV und Intervall-aufnahmen.

Das Ausgabeformat für Fotoaufnahmen ist entweder JPG, DNG oder JPG+DNG.

Videos können in folgenden Formaten aufgenommen werden:

  • C4K: 4096 x 2160 @ 24p
  • 4K: 3840 x 2160 @ 24/25/30p
  • 2,7K: 2720 x 1530 @ 24/25/30p
  • FHD: 1920 x 1080 @ 24/25/30/48/50/60/96p
  • HD: 1280 x 720 @ 24/25/30/48/50/60/120p

Je nach Auswahl zwischen PAL und NTSC sind nicht alle Modi verfügbar. Ausgabenformat für Videos ist MP4 oder MOV. Kodierung ist MPEG-4 AVC/H.264.

Die Kamera kann mittels Gimbal in der Nickachse von -90° bis 30° geschwenkt werden bzw. um die Rollachse von 0° auf 90° gestellt werden.

Optional: ND-Filter

Wegen der festen Blende müssen ND-Filter eingesetzt werden, um korrekte Verschlusszeiten zu realisieren. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Filter klein genug sind, um bei der Initialisierung des Gimbals nirgends anzustoßen.

Wir empfehlen das Set von Polar Pro – für Filmaufnahmen reichen in der Regel Filter von ND8 bis ND32

Zusatzlich gibt es noch Filter von ND4 – ND18 inkl. Polarisationsfilter

Sowie das Set aus beiden Einzelsets

Die Filter werden einfach auf die Kamera gestülpt und halten durch den Federring der an der Kamera angebracht ist.

Wichtig

Bevor man die Drohne einschaltet, sollte man sich vergewissern, dass der Gimbal-Schutz entfernt wurde. Tut man dies nicht, können die Motoren überlasten.

Die Intelligent Flight Battery

Der Betriebsakku integriert sich von oben in die Mavic Pro und kann über zwei Druckknöpfe an der Seite gelöst werden. Er besitzt einen Knopf sowie mehrere LED-Leuchten zur Ladestandsanzeige. Der Knopf dient gleichzeitig als Hauptschalter der Drohne.

Der Akku ist ein Li-Po-Akku mit 3 Zellen und hat eine Kapazität von 3830 mAh bei 11.4V Spannung. Er wiegt ca. 250 g und kann ungefähr 20 min geflogen werden bevor er bei 30 % Ladestand ca. eine Stunde zum Aufladen benötigt.

Integriert ist neben Schalter und Status-LED die ganze Balancer-Technik zur Konditionierung der Zellen sowie eine Automatik, die den Akku bei Nichtgebrauch automatisch entleert, um so die Lebenszeit der Zellen zu erhalten. Außerdem verhindert die Elektronik ein Laden bei unzulässigen Umgebungswerten – z. B. zu hohe Temperatur des Akkus nach dem Flug bei sommerlichen Temperaturen.

Wie viele Zyklen der Akku durchhält, bevor Leistungseinbußen auftreten, konnten wir noch nicht ermitteln.

Um sinnvoll zu fliegen (und nicht nur am Ladegerät zu hängen) empfiehlt sich der Besitz von min. zwei besser drei Flug-Akkus.

Ladezeit eines ca. 30% vollen Akkus mit dem Standard-Netzteil ca. 1 Stunde – Mit dem KFZ-Netzteil geht es ein bisschen schneller.

Das Vision System

Mittels mehreren optischen sowie akustischen Sensoren, ist die Mavic Pro in der Lage, Hindernisse vor und unter sich bis zu einer Entfernung von 15 m bis maximal 30 m zu erkennen und automatisch zu stoppen bzw. ein Ausweichmanöver einzuleiten.

Darüber hinaus ermöglicht das Vision System Präzisionslandungen, bei denen der Untergrund nach dem Start erfasst und gespeichert wird, um bei der Landung wie exakt am selben Ort positioniert zu sein. Etwaige Unebenheiten am Boden werden außerdem erkannt.

Dieses System benötigt jedoch ausreichende Lichtverhältnisse – kann also nicht bei Nacht eingesetzt werden. Leider funktioniert dieses System auch nur nach vorne und unten, sodass es nicht bei Rückwärtsflügen sowie Seitwärtsbewegung eingesetzt werden kann.

Die DJI GO 4 – App

Die App, die DJI zur Nutzung des Kopters vorgesehen hat, ist die DJI GO 4 – App, die auf iOS und Android verfügbar ist. Sie bietet die Möglichkeit, das Live-Bild der Drohnen-Kamera auszugeben, Fotos und Aufnahmen zu erstellen sowie alle Einstellungen am Mavic Pro vorzunehmen. In einem weiteren Beitrag werden wir genauer auf die App eingehen und alle Einstellmöglichkeiten beschreiben.

DJI GO 4 App Splash

Die App ist über den Appstore bzw. über Google Play kostenlos verfügbar. Alternativ existiert hier noch die kostenpflichtige App Litchi, die ähnlichen Funktionsumfang bietet, in manchen Bereichen jedoch umfangreichere Optionen bietet (z. B. Waypoints). Auf diese App werden wir auch noch in einem weiteren Beitrag eingehen.

 

Anwendung

Soviel zu den technischen Details – Kommen wir zum Fliegen selbst.

DJI Mavic Pro Vorflug

Flugvorbereitung

Zunächst haben wir die Flug-Akkus sowie den Akku der Fernsteuerung sowie des Smartphones komplett aufgeladen. Auch der sichere Sitz des Flugakkus im Kopter sollte überprüft werden, da hier schon von Ausfälle berichtet wurde, weil der Akku nicht korrekt eingesetzt war. Smartphone mit der Fernsteuerung verbinden und los geht’s.

Am Besten schaltet man den Kopter schon zuhause einmal ein, da er wahrscheinlich nach Firmware-Updates fragen wird. Hier sollte bedacht werden, dass auch die Akkus eine Firmware haben, die bei jedem Akku separat upgedated werden muss.

Start

Wir stellen den Kopter auf einer ebenen Fläche auf einem Platz der frei von Hindernissen ist ab und aktivieren die Fernbedienung (als alter Modellflieger habe ich gelernt, dass man immer zuerst die Fernsteuerung einschaltet, bevor man das Fluggerät aktiviert). Als nächstes aktivieren wir den Mavic mit einem Doppeldruck + Halten auf dem Batterieschalter – der Mavic begrüßt uns mit buntem Geblinke und der typischen DJI-Melodie (die über die Motoren abgespielt wird – kein Witz).

Im Optimalfall startet die DJI App automatisch und prüft den Zustand des Kopters. Bei manchen Android Devices muss man den Zugriff auf den USB-Port bestätigen. Nutzt man nur die DJI Go 4 App kann man diese als Standard eintragen lassen.

Wichtig ist hier, dass man den Vorflug-Check aufmerksam betrachtet – Hier wird nochmal eine Übersicht dargestellt, auf der alle wichtigen Flugparameter aufgeführt sind.

Indem man beide Stick Richtung Mitte-Unten führt, starten die Motoren der Drohne und man kann mit dem linken Stick (Mode 2)die Drohne nun abheben lassen. Sobald man ca. 50cm über Boden ist, speichert sie den Home-Point an dieser Stelle. Dies ist für etwaigen Signalverlust wichtig, da die Drohne dann je nach Voreinstellung zurück an den Startpunkt fliegt und dort landet. Alternativ kann man die Drohne auch über die App starten lassen – hier sei erwähnt, dass es einen speziellen Start für die Präzisionslandung gibt, bei dem die Drohne auf ca. 6m steigt und dabei versucht, Aufnahmen von Bodenmustern zu machen um später hier präziser Landen zu können.

Flug

Für die Größe der Mavic sowie ausreichend Helligkeit und GPS-Empfang vorausgesetzt, liegt die Mavic stabil in der Luft. Auch bei mäßigem Wind korrigiert die Drohne die Position sehr gut. Steuereingaben nimmt sie fast verzögerungsfrei an und lässt sich präzise manövrieren. Schaltet man in den Sport-Modus ist die Drohne, bei deaktivierten VISION-Front-Sensoren noch agiler, und erreicht in unserem Test problemlos Geschwindigkeiten um die 60 km/h. Die Livebild-Übertragung funktioniert zu 80% unterbrechungsfrei mit annehmbaren Latenzen. Kamera und Gimbal lassen sich über die Fernsteuerung neigen und per dedizierten Knopfen lässt sich eine Aufnahme auslösen bzw. die Videoaufnahme starten sowie stoppen.

Neben dem Sport-Modus bietet die DJI Go 4 App weitere Flugmodi, wie z.B. den Tripod-Mode, Cinematic-Mode sowie Active Track. Diese funktionieren zum Großteil gut bis sehr gut. Wir werden in einem anderen Beitrag auf die Details dieser Modi eingehen.

Der Akku hält ca. 20 min bei einer Entladung von 100% auf ca. 30% durch.

Mavic Pro im Flug

Landung

Nachdem der Akku auf 30% Kapazität gesunken ist, wird man durch einen lauten Piepton-Alarm darauf aufmerksam gemacht zeitnah zu landen. Dies kann man nun automatisch machen lassen indem man in der App oder auf der Fernsteuerung den Home-Button drückt. Oder man landet semi-automatisch indem man die Drohne an den gewünschten Platz manövriert und den linken Stick solange nach unten drückt, bis die Drohne die Landung initialisiert. Nach der Landung deaktiviert die Drohne die Motoren und man kann sie ausschalten.

Anbei noch ein kleines Beispielvideo bezüglich Aufnahmequalität und Stabilität der Aufnahme:

Sonstige Erfahrungen

Verbindungabbrüche

Die Drohne scheint doch anfälliger für Verbindungsabbrüche zu sein. Vorallem beim Flug im eigenen Garten, wo dann doch mehr WLAN-Funkverkehr herrscht, hatte die Drohne teils Probleme eine stabile Verbindung zu halten.

Auch auf freiem Feld auf dem Modellflugplatz kam es bei leichtem Morgennebel zu Problemen mit der Verbindung. Die DJI Go App verloren

DJI Dataloss

Das gesamte Log kann hier eingesehen werden

Logdatei des Fluges

 

Probleme mit Verarbeitungsqualität der Drohne

Nachdem ich die Drohne ca. 1 Woche im Einsatz hatte, ist mir bei Film- sowie Bildaufnahmen ein dunkler Fleck auf den Aufnahmen aufgefallen. Zunächst habe ich angenommen, dass die Kamera-Linse verschmutzt ist und habe diese mit Brillenputztüchern gereinigt und begutachtet. Äußerlich war keine Verschmutzung sichtbar – der Fleck auf den Aufnahmen war jedoch trotzdem vorhanden.

Also ging ich davon aus, dass entweder die innere Linse oder gar der Sensor verschmutzt sind. Aus Erfahrung mit DSLR-Kameras reicht hier meist schon ein Staubkorn aus. Im DJI Forum wurde ich auf eine Thread aufmerksam, in dem diese Thematik schon behandelt wurde: http://forum.dji.com/thread-71613-1-1.html .

Mir blieb folglich nichts anderes übrig, als die Mavic Pro einzuschicken.

 

Erfahrung mit Service von DJI

Da meine Mavic Pro die im vorherigen Kapitel beschriebenen Mängel aufwies, hatte ich die Absicht sie austauschen zu lassen. Da die Drohne bereits aktiviert war, musste der Austausch nicht über den Händler sondern direkt über den DJI Service erfolgen.

Tag 1

Also erstmal eine E-Mail an support.eu@dji.com geschrieben und das Problem geschildert. Die erste Antwort erhielt ich am Tag darauf vom deutschen Support, der Kaufbeleg, Anschrift von mir anforderte. Diese Informationen sendete ich unverzüglich an den Support.

Tag 3

Anschließend herrschte Funkstille bis ich 2 Werktage darauf die E-Mail mit den Dokumenten nochmals versendet habe. Daraufhin meldete sich ein Mitarbeiter des niederländischen DJI-Supports bei mir, der noch nach einer Kontakttelefonnummer fragte und mir anschließend eine Fall-Nr. sowie ein Rücksendeetikett für UPS zusendete.

Tag 4

Ich hatte den kompletten Lieferumfang wieder verpackt und am nächsten Tag zu einem Service-Point von UPS gebracht.

Tag 8

Da leider ein Wochenende zwischen drin lag, dauerte die Zustellung des Pakets in Barendrecht, NL insgesamt 4 Tage. Das Paket wurde laut UPS an der Laderampe zugestellt. Auf der Repair Trace Seite von DJI (https://repair.dji.com/en/support/RepairTrace) wurde der Empfang der Ware jedoch noch nicht angezeigt.

Tag 11

Immer noch keine Statusänderung auf der Repair Trace Seite – Laut FAQ kann dieser Vorgang 1-2 Werktage andauern.

DJI Repair Trace Seite

Tag 21

Der Wareneingang wurde endlich bestätigt – es wurde ein DOA diagnostiziert. Dass heißt, Dead on Arrival – der Mavic war bereits bei Erstauslieferung defekt. Ein neues Ersatzgerät wurde anschließend verschickt.

Fazit

DJI hat hier im ganzen ein fantastische Produkt abgeliefert, dass sehr viel Spaß mit sich bringt und abgesehen von kleineren Problemen ein lohnenswerter Kauf ist, wenn man nach einer Drohne, die leicht transportierbar ist und trotzdem hochwertige Fotos und Videos macht, sucht.

Natürlich ist der Preis für eine solche Drone stolz, aber aufgrund der qualitätiv hochwertigen Verarbeitung auch gerechtfertigt. Sollte man Ängste haben, kann man bei DJI zusätzlich eine Art Versicherung in Form der DJI Care Refresh erhalten. Diese ersetzt eine beschädigte Drohne auch bei Eigenverschulden.

 

Patrick
Gründer und Autor von frombeyond.de – Seit 25 Jahren im Bereich IT unterwegs, leidenschaftlicher Computerspieler, Technik-Freak und begeistert von allem was einen Motor (Auto/Motorrad/Flugzeug) hat.

Nutzt Zuhause openHAB2 zusammen mit HomeMatic Komponenten sowie netatmo als Wetterstation. InfluxDB und Grafana zur Auswertung.

DJI Mavic Pro Drohne

EUR 1.149,00
DJI Mavic Pro Drohne
76.666666666667

Anwendung

9/10

    Verarbeitung

    9/10

      Preis

      6/10

        Positiv

        • Sehr gutes Kamera/Gimbalsystem mit 4K
        • Sehr stabiles Flugverhalten
        • Wertige Verarbeitung aller Komponenten
        • Kompakte Bauweise mit Klapp-Rotoren

        Negativ

        • Teils Verbindungsabbrüche bei gutem Signal
        • App stürzt öfters ab (iOS & Android)
        • kein wechselbarer Akku in FB
        • Hoher Preis

        *Diese Links führen zu Amazon- oder anderen Online-Angeboten, keine Verfügbarkeitsgarantie, keine Garantie auf günstigsten Preis, Preise können variieren, Preise inkl. MwSt. / evtl. zzgl. Versandkosten, alle Angaben ohne Gewähr. Letzte Aktualisierung am 24.09.2017