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Mein Smart-Home – Meine Erfahrungen – Patrick

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Dieser Beitrag ist ein Erfahrungsbericht über die von mir eingesetzten Smart-Home Komponenten und meine Erfahrung damit. Dabei gehe ich auf die verwendeten Komponenten und deren Anwendung in meinem speziellen Fall ein. Auf die Konfiguration werde ich hier nicht eingehen – das decken andere Beiträge ab.

Ein kleiner Hinweis am Anfang: Dieser Beitrag wird erwartungsgemäß viele Links zu Smart-Home-Komponenten enthalten – Dies sind Affiliate Links, für die wir eine kleine Provision erhalten, sofern Ihr sie über die Links kauft.

Also fangen wir mal an:

Meine Erwartungen

Der Grund überhaupt in das Thema Smart-Home einzusteigen, war zunächst meine persönlich Affinität zu Technik, Elektronik sowie Computern. Außerdem setze ich mich gerne mit Datenerfassung und Statistiken auseinander, die mir ermöglichen Prozesse auszuwerten und zu optimieren.

Mein Heim – Mein System

Mein Heim ist eine Wohnung mit 3,5 Zimmern auf ca. 75 qm.  Vor 4 Jahren hielt das Smart-Home Einzug bei mir. Anfangs nur mit elektronischen, “unsmarten” Heizungsthermostaten, später dann mit Komponenten aus dem HomeMatic System. Als Steuerung diente zunächst ein Raspberry Pi 1 mit FHEM, der kurz darauf durch einen Raspberry Pi 2 ersetzt wurde. Vor ca. einem Jahr habe ich von FHEM auf openHAB2 gewechselt, da mir die Konfiguration zu unübersichtlich wurde und ich ein System, das möglichst per GUI konfigurierbar war suchte. Im Zuge der Umstellung wurde der Raspberry Pi 2 gegen einen Raspberry Pi 3 ausgetauscht, da dieser gleichzeitig als Media-Center am heimischen TV werkeln sollte.

Meine Steuerung

Wie schon anfangs beschrieben übernimmt ein Raspberry Pi 3 mit aufgespieltem openHAB2 die Steuerung des Smart-Homes.

Verbunden ist dieser über LAN mit einer NAS von Synology, auf der auch die Datenerfassung in einen Datenbankserver (InfluxDB) läuft. Nebenbei dient die NAS auch als Medien-Archiv für Film, Serien und Musik.

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Der Vorteil dieser NAS ist, dass sie einen PowerPC-Prozessor enthält, der auch für Multimedia-Anwendungen (also Transcodierung von Videos) geeignet ist.

Für den Raspberry Pi besitze ich das HomeMatic Funkmodul von ELV das direkt auf diesen gesteckt werden kann und so die Kommunikation mit den HomeMatic Komponenten übernimmt. Zuvor hatte ich das LAN-Gateway, das eigentlich auch gute Dienste geleistet hat. Ich habe es nur gegen das Funkmodul getauscht, weil ich gerne so wenig Stromverbraucher wie möglich habe.

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Messwerte erfasse ich alle mittels Persistance auf der oben genannten InfluxDB-Lösung. Die Auswertung und Darstellung der Messwerte übernimmt Grafana. Hiermit lassen sich ansehnliche Diagramme einfach erstellen und diese können an anderen Stellen weiterverwendet werden.

Als Steuerinterface habe ich ein Amazon Fire 7 Tablet in der Küche am Kühlschrank befestigt. Hierfür habe ich mittels habPanel ein Interface erstellt, mit dem ich die Temperaturen in den einzelnen Räumen einsehen und justieren kann. Die Wetterdaten meiner Netatmo Station habe ich genauso wie einige Diagramme aus Grafana in das Panel integriert.

Zudem lässt sich der Status der Waschmaschine im Keller über den Stromverbrauch abfragen und über einen Schalter ein- und ausschalten.

Meine Heizung

Meine Wohnung besitzt insgesamt fünf Heizkörper, die ich alle mit den HomeMatic Funk-Thermostaten ausgerüstet habe. Im Wohnzimmer und im Schlafzimmer habe ich zusätzlich zwei HomeMatic Wandthermostate angebracht, die mit den jeweiligen Heizungsthermostaten verknüpft sind. Dadurch erhalte ich eine genauere Temperaturmessung in den beiden Räumen. Zusätzlich misst hier das Wandthermostat auch die Luftfeuchtigkeit.

Die Thermostate haben alle ein Wochenprogramm aufgespielt bekommen, dass ich zwischen Sommer und Winterbetrieb wechseln kann. Im Sommer ist das Profil konstant auf 12° C eingestellt. Im Winterbetrieb dann angepasst an unseren Tagesverlauf – In der Regel so, dass morgens zur Aufstehzeit bereits 2-3 Stunden geheizt wurde und nachdem wir beide das Haus verlassen haben, die Heizung herunterregelt bis ca. 1 Std. bevor der erste wieder nach Hause kommt.

Jedes Zimmer ist individuell anders geregelt, je nach vermutetem Nutzungsprofil – Was für ein schönes Wort ;). Sollte es Abweichungen zu diesem Profil geben wird der Boost-Modus genutzt oder temporär auf den manuellen Modus gewechselt.

In der Steuerung ist ein Schalter hinterlegt, der alle Thermostate auf einmal schließt bzw. wieder öffnet. Diese Funktion wird genutzt, wenn wir die Wohnung auslüften.

Für den nächsten Winter werde ich in Wohnzimmer und Schlafzimmer optische Fensterkontakte installieren, die die Heizung runterregelt sobald das Fenster geöffnet wurde.

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Meine Sensoren

Zur Erfassung von Daten kommt bei mir neben den integrierten Sensoren der Heizungs- und Wandthermostate eine Netatmo Wetterstation mit Aussenmodul sowie Regenmesser zum Einsatz. Diese ließ sich auch problemlos in die openHAB Konfiguration einbinden und liefert Messwerte über die Temperaturen, Luftfeuchten sowie Regenmenge. Für den Innenbereich misst sie zusätzlich den CO2-Gehalt der Luft und den Lautstärke-Pegel. Den CO2-Gehalt nutze ich für einen Lüftungs-Alarm der zusammen mit einem Regen-Alarm auf meinem Smartphone landet.

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Für weniger “wichtige” Messwerte (z. B. Temperatur / Luffeuchte im Keller) nutze ich die Sensoren von Technoline bzw. vergleichbare, die das JeeLink Protokoll unterstützen. Diese lassen sich über ein Zusatzmodul auch in openHAB einbinden. (Hierzu folgt auch bald ein Tutorial)

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Meine Schalter

Die Anfänge haben Funksteckdosen von Brennenstuhl gemacht, die ich per Brematic Interface ansteuern konnte – diese habe ich für verschiedene Beleuchtungen verwendet um sie sowohl per Steuerpanel als auch mit der regulären Fernbedienung ansteuern zu können. Seid der Umstellung auf openHAB habe ich jedoch noch keine Zeit gefunden, mich mit der Integration des Systems in openHAB auseinanderzusetzen.

Für meine Waschmaschine, die sich im Keller befindet, habe ich einen HomeMatic 1-fach Funk-Aktor mit intergrierter Leistungsmessung besorgt. Dieser funktioniert über zwei Stockwerke hinweg einwandfrei und ermöglicht mir, den Stromverbrauch und somit die Aktivität der Waschmaschine zu erfassen. Hier habe ich für openHAB eine einfache Logik aufgebaut, die mir anhand der Stromverbrauchs anzeigt, ob die Waschmaschine läuft oder nicht. Somit muss ich nie wieder umsonst in den Keller laufen, wenn sich die Waschmaschine entschieden hat, das sie doch noch 20 Minuten mehr laufen möchte.

Geplant ist, die Brematic-Lösung auch durch HomeMatic Aktoren zu ersetzen, das diese zuverlässiger und komfortabler funktionieren.

Fahrplan für die nahe Zukunft

Wie schön beschrieben, möchte ich Richtung Winter hin einige Fenster mit Fensterkontakten ausstatten. Ein großes Thema für mich wird auch die Kameraüberwachung des Car-Ports werden. Hier bin ich aktuell an der Planung.

 

 

Beitragsbild von: Designed by Freepik

Patrick

Gründer und Autor von frombeyond.de – Seit 25 Jahren im Bereich IT unterwegs, leidenschaftlicher Computerspieler, Technik-Freak und begeistert von allem was einen Motor (Auto/Motorrad/Flugzeug) hat.

Nutzt Zuhause openHAB2 zusammen mit HomeMatic Komponenten sowie netatmo als Wetterstation. InfluxDB und Grafana zur Auswertung.

*Diese Links führen zu Amazon- oder anderen Online-Angeboten, keine Verfügbarkeitsgarantie, keine Garantie auf günstigsten Preis, Preise können variieren, Preise inkl. MwSt. / evtl. zzgl. Versandkosten, alle Angaben ohne Gewähr. Letzte Aktualisierung am 16.12.2017